Wegekreuze ausserorts

Wenn Sie mit offenen Augen durch die Parklandschaft des Münsterlandes fahren, sehen sie
an vielen Kreuzungen und Straßen Wegekreuze und Bildstöcke.
Hier haben sie die Möglichkeit, sich über den Hintergrund zu informieren.

Warum wurden die Bildstöcke aufgebaut? Wie alt sind die
Wegekreuze? Welche Bedeutung haben sie?

 


Der heilige Josef, Heidener Landweg, hatte zum Anlaß ein Gelöbnis der Großmutter, das Bildnis wurde Anfang der 60ger Jahre eingebaut.

Der Familie wurde die Figur vom ehemaligen Rendanten der Kirchengemeinde Velen, Herrn Siebelt besorgt.

 

Der Bildstock der Heiligen Maria mit dem Kinde, der nach 1945 von der Familie aufgestellt wurde als Dank für die Heimkehr des unversehrten Vaters mit seinen Söhnen aus dem Weltkrieg 1939-1945.

Der erste frühere Bildstock, eine Idee der Schwester wurde 1963 gestohlen, sie stand am freien Feldrand zwischen zwei Bäumen, blumengeschmückt, vier einfache Stangen rundum in Viereckpfähle befestigt.

Eine helle Steinplatte in der Front des Sockels trägt in drei Zeilen die Inschrift:

      "Maria mit dem

 

      Kinde lieb, uns Allen

 

    deinen Segen gib."


Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken


Ein familiärer Anlaß war der Grund zum Bau dieses Bildstocks.

Das von Wilh. van Brauk aus Havixbeck geschaffene Standbild wurde im Dezember 1968 aufgestellt.

Der Sockel besteht aus Ibbenbürener Sandstein, die Statue aus Thüster Kalkstein (Einländer Marmor).

 

Die Figur des Herzens Jesu in der Vennestraße hat eine besondere Geschichte. Auf Wunsch der Tochter, die 1951 mit 20 Jahren nach Bronsville, Wisconsin-USA ausgewandert ist und auf ihr Erbteil vom Hof verzichtete zugunsten der Herz-Jesu-Statue, hat der Bildhauer Dirks aus Billerbeck 1960 diese Arbeit übernommen. Der Sockel wurde von Heinrich Revers gebaut. Der Bildstock war fertiggestellt zur Hochzeit des Bruders.

Die Inschrift lautet:

      "Heiligstes Herz Jesu

 

    wir vertrauen auf Dich."


Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken


Die Pieta im Waldstück vor dem Hofe wurde im Jahre 1847 errichtet und wegen des Ausbaus und der Verbreiterung der Straße, an deren gegenüberliegenden Seite das Bild ursprünglich stand, näher an den Hof versetzt und gleichzeitig von dem Oberhausener Bildhauer Kirsch erneuert. Die Gebetsinschrift lautet:

    "Mutter, drück des Sohnes Wunden,
    so wie Du sie mitempfunden,
    tief mir in die Seele ein.
    Ach mein kaltes Herz entzünde,
    daß ich Jesu Lieb empfinde
    und mich halt von Sünden rein"

Der Anlaß der Errichtung des Bildstocks ist nach dem Wissen der heute noch lebenden Familienangehörigen darin zu sehen, daß in einem nahegelegenen Tümpel eine Person ertrunken ist.
Es gibt immer wieder beinahe gleichartige oder ähnliche Bildstöcke in benachbarten Orten. Das ist nicht erstaunlich, weil die geographische Nähe und verwandtschaftliche Beziehungen durch Jahrhunderte nähere religiöse und auch künstlerische Auffassungen bedingten.