Wegekreuze innerorts

Wenn Sie mit offenen Augen durch die Parklandschaft des Münsterlandes fahren, sehen sie
an vielen Kreuzungen und Straßen Wegekreuze und Bildstöcke.
Hier haben sie die Möglichkeit, sich über den Hintergrund zu informieren.

Warum wurden die Bildstöcke aufgebaut? Wie alt sind die
Wegekreuze? Welche Bedeutung haben sie?

 

 

Arbeit von Herman Kunkler, Raesfeld. Errichtet im Dezember 1991. Markttreiben wird durch diesen Brunnen deutlich angezeigt. Käfige und Körbe im Objekt erinnern an das bestimmende Marktgeschehen - dem Verkauf von Gänsen.
Auch Erzeugnisse aus anderen landwirtschaftlichen Bereichen wurden hier angeboten. Hier zeigt der Brunnen den historischen Hintergrund auf und markiert den Standort des früheren Marktplatzes der Gemeinde Velen.

 


Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken

 

Arbeit von Herman Kunkler, Raesfeld. Errichtet im Dezember 1991. Der Säulenteil, ca. 4m hoch,besteht aus einer Edelstahlwalze, die in dieser Form früher in der Textilindustrie verwendet wurde.
3 Merletten, an den Füßen verstümmelte Vogelähnliche Gebilde, Teil des Wappens von Velen, bilden die Krone dieser Skulptur.
An dieser Stelle befand sich die für Velen wichtige Textilindustrie, heute im Industriegebiet angesiedelt.

 


Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken

 

 

Die Wegekapelle am Heidener Landweg wurde auf den Wunsch des Onkels auf dessen Sterbebett von seinen Ersparnissen gebaut. Dieser Onkel war 1850 geboren, er starb 1919 und nach seinem Tod wurde mit dem Bau sofort begonnen. Das Bild steht unter Denkmalschutz und wurde 1987 renoviert.

Die Inschrift:

      Heiliges Herz Jesu

 

    erbarme Dich unser

Eine Inschrift am Sockel links:

      "Zum Andenken an unsere Eltern

 

      Zeller Fritz Bücker geb. 17.11.1877

 

    gest.12.05.1916

Andere Worte oder Zahlen sind verwittert.

Die Inschrift auf einer Tafel an der Wand ist dem Stifter gewidmet:

      "Zum Andenken an den Stifter dieser Kapelle

 

      Josef Bücker geb. 27.5.1850

 

      gest. 26.9.1919

 

      Süßes Herz Jesu,

 

    sei meine Liebe"

Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken

 

"Seht, welch ein Mensch!"

Der Schmerzensmann an der alten Mühle am Heidener Landweg steht auf gräflichem Grund. Nach den chronologischen Zahlen in der Sockelinschrift, in die nach damaliger Schreibweise großgeschriebene römische Zahlen als Buchstaben in den Text eingemeißelt wurden, ergaben dann exakt die Jahreszahl 1733. Zu dieser Zeit hatte Hermann Anton Bernhard das Erbe von Velen angetreten. Sein Vater Christoph Alexander war 1726 gestorben.

Da er sehr viel für die künstlerische Ausschmückung des Velener Schlosses getan hat, wird ihm die Errichtung des Standbildes des Ecce homo eine Dank- und Stammesverpflichtung gewesen sein. Seither war dieser Bildstock zur Fronleichnamsprozession eine große Segensstation. (bis etwa Ende der 60ger Jahre).

Das Gebet in der alten Schrift der Zeit lautet:

      "Seh Dein König

 

      für Dich büßen,

 

      seh sein Haupt bis

 

      an die Füßen

 

      ach sein ganzer Leib zerfetzet

 

      ganz zerkratzet,

 

      ganz verletzet.

 

      Vater unser

 

    Ave Maria"

Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken

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Inschrift

- Es geschah auch in unserem Ort - Auf dieser Straße, im Volksmund Judenstegge genannt, wohnten bis 1942 die jüdischen Familien Velens. Nach 1933 wurden sie durch Diskriminierung und Demütigung, Entrechtung und Vertreibung, Deportation und Ermordung Opfer der Nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Ihr Leiden sei uns Mahnung zu Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Minderheiten. Velen, 1.9.1989 Psalm 35

 

Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken