Der Vorbesitzer des heutigen Hofes an der Waldvelener Straße hat am 31.5.1908 geheiratet. Er hat den Bildstock mit der heiligen Maria und den Jesuskind von dem Bildhauer Sondermann aus Borken im Jahre 1908 auf Wunsch seiner Frau, die eine große Marienverehrerin war, errichten lassen. Im Jahre 1945 fielen Bomben auf diesen Bildstock. Es war während des Hochamtes an einen Sonntag. Von dem Mauerwerk war nichts wiederzufinden. Aber ein tiefer Bombentrichter blieb zurück. Und siehe! genau in der Mitte des Trichters stand aufrecht und unversehrt die Madonna mit dem Jesuskind, das sie vor ihrer Brust mit den ausgebreiteten, die geängstigte Welt umarmenden kleinen Armen darbot. Für gläubige Menschen in der letzten Kriegsnot war dies kein Zufall mehr. Hier hatten göttliche Kräfte mitgewirkt.

1946 wurde der Bildstock wieder neu aufgebaut. Die Kosten wurden zum Teil in Naturalien bezahlt, weil die Hungerszeit durchaus noch nicht überwunden war. Das Bild steht in dem Abzweig hinter der ehemaligen Bahnlinie in der Nähe des Hofes

 


Standort im Geodatenatlas des Kreis Borken